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1866 - …  Gehlberger Hütte auf dem Schneekopf  (Ergänzung 1866-001)

Autor: Reinhard Schmidt  (2026)


                                                                                                    

Nach dem Anschluss Gehlbergs an das Schienennetz (1887) war die Zahl der Besucher des Gipfelgebietes so angewachsen, dass es sich lohnte, Getränke, sonstige Erfrischungen und Andenken an sie zu verkaufen. Turmwärter Vollrath hörte 1936 nach 32-jähriger Tätigkeit auf und wurde 1937 von Paul Teichmüller abgelöst. Die Bewirtschaftung auf dem Schneekopf durch Paul Teichmüller endete 1938, als die Wehrmacht dort Funkanlagen installierte. Diese Anlagen wurden 1945 durch die Amerikaner zerstört. Es gab nur noch den beschädigter Aussichtsturm, die 12 Sockel der Antennenträger und Ruinen.

1950 entstand im NAW (Nationales Aufbauwerk) durch die Gehlberger Einwohner eine Holzhütte. Diese wurde vermutlich genehmigt, weil man für die Deutsche Meisterschaft im Skisport (Abfahrtslauf) eine Starterhütte brauchte. Und so entstand die „Gehlberger Hütte“. Die Konzession zur Bewirtschaftung erhielt Ernst Machalett, genannt „Schneiders-Ernst“.



1951 012 Schneekopfhuette WinterAbb. 1951-012

1957 004 Schneekopfhuette ReisigAbb. 1957-004

 

Diese Gastronomische Einrichtung erhielt so viel Zuspruch, dass man 1954 vom Schmücker Graben eine Wasserleitung zum Gipfel legte und 1957 einen Erweiterungsanbau machte. Doch – es entstand noch ein neues Gebäude: Ein Turm 8x8x22 Meter. 1958 wurde er fertig und trug Richtfunkantennen für die Sicherheitsorgane der DDR. Er war eingezäunt und bewacht. Der Zugang zum Schneekopf wurde erschwert. Die Gastronomie kam zum Erliegen. Und am 01.03.1960 wurde der Schneekopf militärisches Sperrgebiet. Die Sowjetarmee richtete sich dort ein und ging erst wieder 1994.

Es dauerte Jahre, bis die Hinterlassenschaften der Sowjetarmee beseitigt werden konnten. 2008 wurde ein neuer Aussichtsturm und am 29.11.2009 die „Neue Gehlberger Hütte“ eingeweiht. Wirtsleute auf Erbpachtbasis waren Katrin Schmidt und Ehemann Thomas. Die Hütte beinhaltete im Erdgeschoss eine Gaststätte und im Dachgeschoss Wanderquartiere.


2008 001 Schneekopfturm3Abb. 2008-001

2016 002 SchneekopfhuetteAbb. 2016-002

2023 verlor die „Neue Gehlberger Hütte“ ihr Grundlage als Familienbetrieb.

Erst zum 01.01.2025 hatte die Hütte auf dem Schneekopf einen neuen Betreiber – Heiko Hahn.

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